Berliner Breitbandkommunikation

Wort und Sinn

Der Name

Als die Herren Brüns und Wallbaum am Anfang der 90er des letzten Jahrhunderts darauf drängten, ihre damals auf Kurt Schwitters aufbauenden Eskapaden in eine Form zu bringen, brauchte es natürlich einen Namen.
Was da alles auf dem Tisch der Erwägung lag, soll hier bedächtig beschwiegen werden. Am Ende hieß es wie es heißt. Mit dem wunderbaren Lesebuch "Wort und Sinn" waren beide aufgewachsen. Darüber gab es also schon mal keinen Zweifel. Wörter sollten schließlich im Folgenden viele gesagt werden. Und den Sinn holte man auf diese Weise geschickt mit ins Boot.
Unter Breitbandkommunikation verstand man damals noch etwas anderes als Mobiltelefone und Hochleistungskabel. Eigentlich gab es das Wort nach allgemeiner Meinung noch gar nicht. Aber in Anlehnung an durchaus wohlbekannte Breitband-Antibiotika, die gezielt alles abtöten, was das Wohlbefinden stört, wollten auch Brüns und Wallbaum wirken.
Mittlerweile gibt es das Ganze zwar nicht mehr auf Krankenschein, aber Sie sind herzlich eingeladen, diesen Rezeptblock durchzublättern...

Die Menschen

Gründer der Breitbandkommunikation waren wie erwähnt Holger Brüns (auch Herr Brüns) und Andreas Wallbaum (aka Pelle Haglund). Sie sind auch an allen Programmen aktiv beteiligt.
Lesend beteiligte sich noch Susanne Schlenzig, singend und lesend Kathrin Buchmann. Wenn wir richtige Musik hatten, hatten wir auch Dirk Rave und sein Akkordeon dabei.
Näheres zu allen und über ihr eigentliches Leben erfahren Sie unter "Menschen".

Die Geschichte

Die Berliner Breitbandkommunikation besteht seit mehr als 20 Jahren. In wechselnden Besetzungen und großen Abständen wurden Geschichten, Stücke und Texte ausgegraben und vorgelesen. Den Anfang machten am Anfang der 90er Jahre lose Folgen von Texten Kurt Schwitters'. Diese wurden zu zwei Programmen in einem ("Von den DaDaNellen zum DaDaIsthmus I und II") und begründeten ersten Ruhm auf meist kleinen Bühnen in Berlin und im ganzen Land.
Es folgte eine Lesefassung des "Goldenen Elefanten" im Jahr 2005. Dies war eine sozialistische Bauerngeschichte, die - sagen wir semikonzertant - mit viel Musik und deftigem Essen von Gold und Gut im Spiegel der Weltideologien erzählte.
2009 entstand mit dem "Dschungel der Gefühle" ein noch musikalischeres Experiment der Umsetzung einer Kurzgeschichte von Joseph Conrad. Hierbei wurden Liebe, Kolonialismus und irgendwie Schwermut in den Vordergrund gestellt...
Das neueste Programm "Das 8. Geißlein" ist wieder mal eine szenische Lesung ohne musikalisches Tamtam. Anhand einer tierischen Künstlerkolonie, die dem gleichnamigen Kinderbuch von Georg von Löffelholz entlehnt ist, lernen wir Tiefsinniges über ein Leben für die Kunst.

Die Technik

Alle Stücke der Breitbandkommunikation folgen dem Prinzip der "tragbaren Komödie". Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass der ganze Apparat inklusive Personal und Requisiten in ein Auto passt.


Das macht uns flexibel. Alles ist prinzipiell eher für kleine und mittlere Spielstätten ausgelegt. Je nach Gegebenheiten können (oder müssen) wir mit akustischer Verstärkung arbeiten oder auch ohne. Wir vertrauen dabei auf die Erfahrungen des Veranstalters. Wenn Sie an Aufführungen in Ihrem Haus interessiert sind, wenden Sie sich wegen der Konditionen vertrauensvoll an Holger Brüns.